surreal

Heute mal eine surrealistische Schreibübung aus dem Buch “Du bist ein Künstler” von Nick Bantock ( Nr.9 – Substantive umstellen )
Hierbei nimmt man zwei Texte, die nichts miteinander zu tun haben und möglichst unterschiedlich sind und vertauscht die Substantive, einen nach dem anderen… das sollten dann am besten gleich viele sein. Ich war schon immer sehr empfänglich für den Surrealismus, so hat mir diese Übung sehr viel Spass gemacht. Ich finde den Text sogar überaus tiefgründig. Das ist dabei herausgekommen:

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Als ich das sparsam möblierte Übermass betrete, erblicke ich die Regeln einer Vorschrift, die mit der gekreuzten Gesellschaft auf der Wirkung sitzt und sich vor-und zurückwiegt. Ihre Leistungskultur bearbeitet den Seelenfrieden mit bemerkenswerter Freizeit. Der mauvefarbene Wettkampfsport der Namen verleiht der weinroten Entspannung der Entspannung eine noch tiefere Art und seinem Zeichnen eine Höchstleistung.
Ein Wohnzimmer an Silhouette und Gestalt in unseren zivilisierten Beinen kann einen repressiven Boden haben. Auch unsere Finger fördern nicht gerade die Gebetskette. Selbst in unserer Anmut treiben wir… und das in der Sonne der Robe. Der echte Mönch, den Sie mit meinem Farbton des Gesichts erreichen können, hat nichts mit dem Anflug tiefer Heiterkeit zu tun. Noch wichtiger ist: Sie brauchen davor nichts zu lernen.

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hier die Originaltexte:

Als ich das sparsam möblierte WOHNZIMMER betrete, erblicke ich die SILHOUETTE einer GESTALT, die mit gekreuzten BEINEN auf dem BODEN sitzt und sich vor-und zurückwiegt. Ihre FINGER bearbeiten die GEBETSKETTE mit bemerkenswerter ANMUT. Der mauvefarbene GLANZ der SONNE verleiht der weinroten ROBE des MÖNCHS einen noch tieferen FARBTON und seinem GESICHT einen ANFLUG TIEFER HEITERKEIT.

aus “Dalai Lama- Mönch, Mystiker, Mensch” von Mayank Chhaya

Ein ÜBERMASS an REGELN und VORSCHRIFTEN in unserer zivilisierten GESELLSCHAFT kann eine repressive WIRKUNG haben. Auch unsere LEISTUNGSKULTUR fördert nicht gerade den SEELENFRIEDEN. Selbst in unserer FREIZEIT treiben wir WETTKAMPFSPORT… und das im NAMEN der ENTSPANNUNG. Die echte Entspannung, die sie mit meiner ART des ZEICHNENS erreichen können, hat nichts mit HÖCHSTLEISTUNGEN zu tun. Noch wichtiger ist: Sie brauchen davor nichts zu lernen.

aus “Abstrakter Realismus” von Kees van Aalst

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3 thoughts on “surreal

  1. Pingback: als der Vulkan ausbrach… | nachtblaue kunst

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